Hallo ihr Lieben,
nun ist schon wieder ein bisschen Zeit vergangen, seitdem ich mich zu letzt gemeldet habe. Aber irgendwie waren die letzten Tage auch ganz schön vollgestopft. Besonders die Bibliothek hat mich recht oft gesehen. Hier sitze ich auch gerade noch. Schön ist zwar anders, aber ich habe mich an Wartehallenatmosphäre, Unruhe und wenig Platz gewöhnt. Der Grund meines Hierseins ist eine Hausarbeit, die wir morgen früh einreichen müssen. Eine andere habe ich heute schon abgegeben, was meine heute ohnehin schon gute Laune nochmal ein ganz schönes Stück gesteigert hat! Das Semesterende ist also in Sicht. Für einige zwar erst in zwei Wochen, aber für mich Glückliche morgen. Und genau pünktlich fliege ich morgen nach Chile. Dort treffe ich mich mit Annika (von ihr hab ich in Ilmenau u.a. die großartige Empfehlung bekommen, in die Casa Rio Grande zu ziehen) und werde mit ihr knapp zwei Wochen durch Chile reisen und am Ende mich hoffentlich mit Nene treffen, die ein Jahr bei mir in der Schule war, als ich 16 war.
Weiterhin war ich in der vergangenen Woche in zwei Filmen über politische Gewalt in Südamerika. Die liefen als Teil eines Kinoprojektes, dass die Católica zur Erinnerung initiiert hatte. In der Hinsicht ist die Uni wirklich sehr engagiert; ständig gibt es Workshops, Filmfestivals, Vortragsreihen zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen.
Einer der Filme, den ich gesehen habe, war eine kolumbianische Dokumentation über die Gewalt, die der indigenen Bevölkerung vor 40 Jahren wiederfahren ist und welche Auswirkungen das bis heute hat, nämlich u.a. den Ausschluss vom Bildungssystem. Der zweite war ein peruanischer Spielfilm über den Terrorismus in den 80er Jahren. Beleuchtet wurde eine Armeeeinheit, die in einem Dorf stationiert wird um Mitglieder des Sendero Luminoso, einer terroristischen Gruppe, zu bekämpfen, wie die Protagonisten mit der Angst umgehen und – das entspricht auch der historischen Wahrheit – dass die Bauern am meisten unter diesen Auseinandersetzungen gelitten haben, obwohl sie weder der einen noch der anderen Seite angehörten, aber immerzu in Verdacht standen, mit dem Gegner zu kooperieren. Besonders erwähnenswert ist auch, dass der Film, der übrigens den Namen La Boca del Lobo trägt, 1989 und damit noch recht zeitnah an den Ereignissen gedreht wurde und sich dennoch um eine gewisse Objektivität bemüht.
Einer der Filme, den ich gesehen habe, war eine kolumbianische Dokumentation über die Gewalt, die der indigenen Bevölkerung vor 40 Jahren wiederfahren ist und welche Auswirkungen das bis heute hat, nämlich u.a. den Ausschluss vom Bildungssystem. Der zweite war ein peruanischer Spielfilm über den Terrorismus in den 80er Jahren. Beleuchtet wurde eine Armeeeinheit, die in einem Dorf stationiert wird um Mitglieder des Sendero Luminoso, einer terroristischen Gruppe, zu bekämpfen, wie die Protagonisten mit der Angst umgehen und – das entspricht auch der historischen Wahrheit – dass die Bauern am meisten unter diesen Auseinandersetzungen gelitten haben, obwohl sie weder der einen noch der anderen Seite angehörten, aber immerzu in Verdacht standen, mit dem Gegner zu kooperieren. Besonders erwähnenswert ist auch, dass der Film, der übrigens den Namen La Boca del Lobo trägt, 1989 und damit noch recht zeitnah an den Ereignissen gedreht wurde und sich dennoch um eine gewisse Objektivität bemüht.
Abschließend noch ein paar Worte zu meinem ersten Arztbesuch. Meine Erkältung bin ich nämlich leider noch nicht ganz los geworden. Deswegen hab ich mir einen Termin im Servicio de Salud geholt. Lapidar mit Gesundheitsservice übersetzt handelt es sich um eine Einrichtung der Católica, in der es mehrere Ärzte verschiedener Fachrichtungen gibt, die man als Studierende der Uni kostenlos aufsuchen kann.
Am Montag war ich also da. Und die Dame war auch sehr nett, hat mich gefragt, wie lange das geht, mir in den Hals geschaut, mich abgehört – und mir Antibiotika verschrieben. Ich hatte ja schon immer das Gefühl, dass man in Peru tendenziell damit schneller vorgeht, nun sehe ich es in eigener Erfahrung ein bisschen bestätigt. Ich hab sie also nicht genommen und fühl mich trotzdem besser. Was vielleicht auch an meiner unverschämt guten Laune und meiner Reisevorfreude liegt.
Am Montag war ich also da. Und die Dame war auch sehr nett, hat mich gefragt, wie lange das geht, mir in den Hals geschaut, mich abgehört – und mir Antibiotika verschrieben. Ich hatte ja schon immer das Gefühl, dass man in Peru tendenziell damit schneller vorgeht, nun sehe ich es in eigener Erfahrung ein bisschen bestätigt. Ich hab sie also nicht genommen und fühl mich trotzdem besser. Was vielleicht auch an meiner unverschämt guten Laune und meiner Reisevorfreude liegt.
Ich melde mich, wenn ich aus Chile zurück bin. Bis dahin: muchas saludos, alles Liebe, ich hab euch gern!
Ach ja: das Wetter ist richtig richtig warm und sommerlich! Wie passend zur Adventszeit .... :p