Zum ersten Mal ging es am Wochenende nach Norden...
Donnerstagabend hetzten Sarah und ich in letzter Minute zum Bus nach Trujillo. 10 wunderbare Stunden lagen vor uns. Die wir überraschend gut überstanden. Sogar schlafen war möglich in den ausreichend komfortablen Sitzen. Und das für 40 Soles (etwas mehr als 10 Euro).
In Trujillo angekommen, lautete die Devise: Raus aus der Stadt! Wir bezogen also Quartier in Huanchaco, einem ruhigen Dörflein am Meer. Am Freitag machten wir nicht mehr allzu viel. Frühstück in einem schönen Café/Restaurant. Am Strand sitzen und rumlaufen. Sonne genießen. Huanchaco anschauen. Ausruhen. Den Limaer Smog aus den Lungen husten. Die traditionellen Boote und die Unmengen an Surfern bewundern. Ach ja, nicht zu vergessen: peruanische pubertierende Jugendliche abwimmeln, die gern ein Foto mit uns gemacht hätten. Äh nee.
Samstag begaben wir uns dann abenteuerlich auf den Weg nach Trujillo. Nachdem wir gewisse Schwierigkeiten hatten, das richtige micro (Kleinbus) zu finden. Letztendlich landeten wir aber heil und sicher in der Stadt, die Herr Pizarro nach seinem Geburtsort in Spanien benannt hat. Die ganze Altstadt ist voller Häuser im Kolonialstil. Alles ist sehr sauber und ordentlich. Besonders die Plaza de Armas (zu Deutsch Platz der Waffen … den gibt übrigens in fast jeder peruanischen Stadt) ist ein Sahnehäubchen an Pracht und Glanz. Wäre da nicht dieser Herr gewesen, der uns am liebsten des Landes verwiesen hätte, weil wir bei ihm keine Tour nach Chan-Chan buchen wollten, wären wir auf dem Platz auch sicher länger verweilt.
So schlenderten wir durch die Straßen und über den Markt, bewunderten die Architektur, tranken in einem wunderschönen Patio ein Käffchen und fuhren zurück nach Huanchaco.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Kultur. Genauer der prähispanischen Moche-Kultur und deren Nachfolger, die Chimú.
Um Trujillo herum gibt es mehrere architektonische Überreste dieser Kulturen. Wir hatten bereits am Freitag eine Tour gebucht, um die Huaca de la Luna und Chan-Chan zu besichtigen. Das Erste ist ein Tempel, genauer gesagt ein Opfertempel; beim Zweiten handelt es sich um eine ehemalige Stadt, die man aber nur in einem sehr kleinen Bereich besichtigen kann.
Papa hätte seine reine Freude gehabt: denn alle Bauwerke, beziehungsweise ihre Überreste sind aus Lehm gefertigt. Alles ist/war beeindruckend riesig! (Das hat uns zu der Vermutung geführt, dass man dem Einzelnen das Gefühl geben wollte, unbedeutend zu sein. Spekulation.) Und wenn man sich dazu noch vorstellt, in welchen bunten Farben (die heute teilweise noch erkennbar sind) das Mauerwerk bemalt war, bekommt einen kleinen Eindruck von der Kultur der Moche und der Chimú.
Papa hätte seine reine Freude gehabt: denn alle Bauwerke, beziehungsweise ihre Überreste sind aus Lehm gefertigt. Alles ist/war beeindruckend riesig! (Das hat uns zu der Vermutung geführt, dass man dem Einzelnen das Gefühl geben wollte, unbedeutend zu sein. Spekulation.) Und wenn man sich dazu noch vorstellt, in welchen bunten Farben (die heute teilweise noch erkennbar sind) das Mauerwerk bemalt war, bekommt einen kleinen Eindruck von der Kultur der Moche und der Chimú.
Nach dieser Tour (die immerhin an die sechs Stunden dauerte) haben wir wieder einen Nachtbus genommen und sind Montag in der Frühe wieder in meinem geliebten, versmogten Lima angekommen. Sonne wie da oben im Norden gab es leider nicht. Schade aber auch.
Unklarheiten? Anregungen? Fragen? Nur her damit.
Zu langer Text? Hier die Zusammenfassung: Wochenende in Trujillo und Huanchaco war toll. Jede Menge Sonne, Meer, Entspannung, Kolonialstil und Lehm.
Am Donnerstag, nach meinem examen parcial (ja, ich studiere tatsächlich auch), werden Sarah und ich unsere vorerst letzte Reise nach Arequipa, Cusco und Machu Picchu starten.
Macht es gut, ihr Lieben.
Macht es gut, ihr Lieben.
Besitos,
Karo
