Montag, 22. August 2011

Matrícula!

Buenas noches,


heute war der große Tag. Die Matrícula. Die Einschreibung in die Kurse für die Austauschstudenten.
Um neun Uhr sollte es losgehen. Und weil wir vorgewarnt wurden, dass es eeeewig dauern würde und wenn man Pech hat, man seine Kurse nicht mehr bekommt, waren wir schon um acht da. Und bekamen die Nummern 127, 128 und 129. Ist es denn zu fassen?! Gerüchteweise sollen die ersten Leute halb sechs dagewesen ein!
Mit Kaffee hielten wir uns wach, bis wir dran kamen. Was ungefähr gegen 11 oder 12 der Fall war. Das Warten hat sich dann aber auch gelohnt: ich hab alle Kurse bekommen, die ich wollte: Cine, Comunicación Intercultural und Deporte-Damas. Letzeres ist ein Sportkurs, der am Ende auch bewertet wird. Diejenigen unter euch, die sich an dieser Stelle fragen, warum zum Henker ich bitte einen Sportkurs belege, der am Ende auch noch bewertet wird: ich dachte, es kann nicht schaden, wenn ich mich unter einen äußeren Zwang setze, mehr Sport zu machen...
Der hat übrigens auch heute gleich stattgefunden. Aerobic und Pilates steht da auf dem Plan. Mit meinem wenig bis sehr wenig ausgeprägtem Rhythmusgefühl, fühlte ich mich ein bisschen wie ein Elefant. Rhythmus scheint den Peruanern ja sowie so im Blute zu liegen. Ich war bisher jedes Mal schwer beeindruckt, wenn wir abends tanzen waren. Dagegen fühle ich mich wirklich grazil wie eine Holzkuh.


Am Wochenende haben wir nicht so super viel gemacht. Samstag wollten Zsara (schreibe ich sie in Zukunft so um eventuelle Verwechslungen zu vermeiden), Patti und ich eigentlich nach Barranco, ein Viertel in Lima, das im Rufe steht, die Bohème zu beherbergen. Allerdings sind wir irgendwie in einem dubiosen Teil ausgestiegen. Und als uns ein Mann, der mit seinem Karren an uns vorbeizog, sagte, wir sollten da nicht lang gehen, beschlossen wir, Barranco lieber an einem anderen Tage mit peruanischer Begleitung zu erkunden.
Stattdessen spazierten wir zum Meer und genossen die Sicht auf die wilden Wellen. Traumhaft.
Abends waren wir in Zentrum in einem Club namens Palacio del Inka. War ziemlich witzig. Die Musik war gut und ein paar Peruaner haben uns versucht ihren hüftschwingenden Tanzstil beizubringen. Nach diesem Abend kann ich nun sagen: dafür scheine ich kein Talent zu haben. Was ich aber auch nicht sonderlich tragisch finde. :)

Ein paar Worte noch zu Lima: Ich hab ja nun noch nie bewusst in einer Stadt gewohnt, die mehr als 25.000 Einwohner hat - und nun wohne ich in einer Stadt mit 8 bis 10 Millionen Menschen. Irgendwie mag ich das Chaos hier. Aber gleichzeitig schafft mich die Armut, der Schmutz, der Lärm und der Verkehr manchmal doch ziemlich. Meine Schuhe sehen inzwischen aus, als hätte ich sie einmal quer durch den Schlamm gezogen und dann noch mit Kohlestaub eingepudert. Ich kenne Austauschstudenten, die hier mit einer Erkältung angekommen sind und sie seitdem nicht wirklich loswerden; sicherlich auch der Luft zu verdanken. 
Ich kann noch nicht einschätzen, ob ich Lima mag. Aber das Hektische und das ganze Durcheinander gefällt mir doch ziemlich gut. Chévere! Vielleicht, weil es ein bisschen zu mir passt. :)

Bis bald, ihr Lieben.
Chau chau,
Karo.

1 Kommentar:

  1. Grazil wie ne Holzkuh - chévere!!!!
    Lima ungewohnt, aber es wird immer heimischer ;)

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