Wenn ich bisher von Abenteuern geredet hab, war das, was ich gestern erlebt hab, nichts, aber auch gar nichts dagegen!
Aber eins nach dem anderen.
Abends sind wir (wie angekündigt) ein bisschen in das Nachtleben von Lima eingetaucht. Lucia hat mich abgeholt, dann wurden noch Caro und Patricia eingesammelt und ab ging es nach Miraflores! Miraflores ist hier das Touristen- und wahrscheinlich mit am sicherste Viertel. Dort wohnt Sarah, auch aus Ilmenau. Zusammen sind wir dann in einen Club nach Barranco gefahren; dieses Viertel ist nach allem, was ich bisher gehört hab, das, in welches man zum Feiern geht.
Ich wurde dazu verdonnert Pisco Sour zu trinken: da ist unter anderem Pisco drin, ein nach dem gleichnamigen peruanischen Städtchen benannter Traubenschnaps. Hat eigentlich ziemlich gut geschmeckt.
Zwischen drei und vier wollten wir und dann auf den Heimweg begeben.
Und hier fängt das Abenteuer wirklich an.
In besagtem Club waren auch zwei der Mädels aus der Casa Rio Grande, weswegen wir beschlossen zusammen mit zweien ihrer Freunde, die auf dem Weg wohnen, ein Taxi zu nehmen. Sehr bewandert im Spanischen (einer ist ist auch Peruaner) fingen sie an, mit den Taxis zu verhandeln. Und davon gab es ungefähr Hunderte auf der Straße vor dem Club, ach was sag ich: Fünfhunderte, die hupend dastanden und nach Gästen lechzten! Die ersten lehnten sie ab, weil es ihnen zu teuer war. Ich war schwer beeindruckt von ihrem Verhandlungsgeschick, denn letztendlich hat die Fahrt von 20 Minuten 23 Soles (etwa 6 Euro) gekostet.
Nun waren wir aber zu fünft... Kein Problem: ich hab mich einfach auf den Schoß der einen gesetzt und los ging es über Stock und Stein! Und das in einer Geschwindigkeit, ach du meine Güte! Vor den in Lima ziemlich weit verbreiteten Bodenwellen-zum-Geschwindigkeit-stoppen hat der Fahrer dann meist sehr unverhofft gebremst. Und zur Untermalung lief lauuute Musik und die anderen haben zudem lautstark auf Spanisch geschnattert! Ich kann mit guten Gewissen sagen, dass das die verrückteste Taxifahrt war, die ich je erlebt hab. Aber irgendetwas sagt mir, dass ich solche Fahrten schon bald völlig in Ordnung finden werde... :)
Gleich treffe ich mich mit meiner Compañero und wir gehen in den Zoo. Ich war schon seit Jahren in keinem Zoo mehr. Wir werden sehen, wie es wird.
Bis bald,
Karo
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen