Ein fröhliches parciales-überstandenes Hallihallo aus Liiima!
Um mich ein bisschen von den parciales abzulenken, bin ich Anfang der letzten Woche konzertgängerisch geworden.
Am Montag war der Ort des Geschehens eine Tiefgarage. Ja genau, eine Tiefgarage. Dort fand ein Punk-Konzert statt. Sechs Bands standen auf dem Programm und was soll ich sagen? Ich hab mich prächtig amüsiert! Eine Band war schrammeliger als die andere, was ich allerdings keineswegs abwertend meine. Das Publikum hat gepogt und ist durch die Gegend gesprungen als gäbe es kein Morgen mehr. Man hat schon im Stehen geschwitzt und der Sänger der letzten Band hat sich hitzebedingt bis auf die Boxershorts entledigt, bevor er sich auf die Masse seiner adrenalinbeschwipsen Fans warf. Die waren übrigens alles andere als homogen. Zwar huschte hier und dort auch ein paar Punks rum (zumindest dem Äußeren nach), aber es waren auch zahlreiche andere Subkulturen anwesend.
Am Ende waren meine Begleiter heiser und ich glücklich, dass ich nach sovielen Abenden voller Salsa und Reggaeton ein paar Stunden lang schönsten Garagenschrammelpunkrock gehört habe.
Für den nächsten Tag, Dienstag, hatte Lucía Freikarten für ein Philharmonie-Konzert bekommen. Eigentlich hätten die Karten über 100 Euro gekostet. Also bastelte ich mir aus meinem Kleiderschrank eine schicke Garderobe zusammen und los ging's. Das Konzert fand in einer deutschen Schule statt. Ich war dort schon einmal auf einerm Konzert. Die Sociedad Filarmónica de Lima hält dort regelmäßig musikalische Veranstaltungen. Am Dienstag stand also Bach auf dem Programm. Die Bach Akademie Stuttgart spielte Misa en si menor (zu deutsch: die h-Moll-Messe). Es war lichtweg grandios!
Ich war danach ganz bezaubert und konnte voller Energie die Präsentation meiner praktischen Arbeit für Taller de Imagen Publicitaria in einer Nachtschicht zuende führen.
Seit Samstag sind die parciales nun um. Das freut mich natürlich übermäßig, macht mir aber auch bewusst, dass schon wieder die Hälfte des Semesters um ist. Wie die Zeit fliegt. Zwei Monate bin ich noch hier. Ein Gedanke der mit Freude und Wehmut gleichermaßen verbunden ist und den ich deswegen von mir schiebe. :)
¡Viva Lima!
Morgen Abend fahre ich nach Huaraz wegen unserer schon erwähnten Forschungsarbeit. Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf!
Ihr hört von mir. Alles Liebe.
Karo
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Montag, 7. Mai 2012
Samstag, 31. März 2012
ELO'S
Huhu,
manchmal gibt es Orte, die äußerlich rein gar nicht interessant scheinen, es aber dennoch zu ziemlicher Berühmtheit schaffen. So einer ist das Elo's. Deswegen dachte ich, es wäre mal an der Zeit, dass ich diesem Ort einen Blogeintrag widme.
Auch bekannt unter dem Namen el hueco (was literarisch übersetzt das Loch bedeutet und schon erste Vermutungen über diesen berühmt-berüchtigten Ort zulässt) handelt es sich um ein Restaurant, das gegenüber der Católica gelegen ist und abends als Kneipe fungiert. Obwohl Kneipe es nicht wirklich trifft. Genau genommen ist es ein karges Lokal, bestehend aus zwei mit einander verbundenen Räumen, ein paar Holzstühlen und -tische, einer Theke, an der es ungefähr zwei verschiedene Sorten Bier gibt, Sanitäranlagen, deren Zustand durchaus gewöhnungsbedürftigt sein kann und schlechten Lautsprechern. Aber eigentlich hört man die Musik eh selten. Abends, nach Unischluss, ist es dort immer ziemlich voll. Besonders freitags, denn da ist die Woche ja vorbei (es sei denn, man hat samstags Uni). Vorallem comunica-Leute trifft man dort. Und deren Affinität zu Spaß und Feierei hab ich ja schon erwähnt.
Gestern war ich auch dort. Gegen neun sind Willy und ich angekommen, da war der Schuppen schon gerammelt voll. Ein paar Freude waren schon da und hatten sich aus Stuhlmangel um einen Tisch gruppiert. Nach und nach kamen noch mehr bekannte Gesichter und je nach Gesprächspartner wanderte ich im Laufe des Abends durch den Raum. Mit der Zeit leerte sich das Elo's zwar ein bisschen, der Geräuschpegel ging aber nicht zurück. Zweimal gab es sogar eine kleine Schlägerei. Das gehört aber nicht unbedingt zur Tagesordnung und war nach zwei Minuten auch wieder vorbei und die Kontrahenten waren wieder beste Freunde. Nehmt das also nicht als Indiz für den ganzen Ort! Der Rest der Zeit verlief sehr friedlich, mit vielen Scherzen, Gelächter, lustigen Gesprächen und am Ende einigen torkelnden Gestalten.
Sehr lange bin ich gestern allerdings nicht geblieben. Immerhin hatte ich heute Uni. Und diagnóstico wird immer mehr mein Lieblingskurs. Deswegen hat er auch meine ungeteilte Aufmerksamkeit verdient und sollte nicht durch Müdigkeit beleidigt werden. :)
So, die Sonne scheint, ich mach mich auf den Weg nach draußen.
Bis bald, ihr Lieben.
Karo
manchmal gibt es Orte, die äußerlich rein gar nicht interessant scheinen, es aber dennoch zu ziemlicher Berühmtheit schaffen. So einer ist das Elo's. Deswegen dachte ich, es wäre mal an der Zeit, dass ich diesem Ort einen Blogeintrag widme.
Auch bekannt unter dem Namen el hueco (was literarisch übersetzt das Loch bedeutet und schon erste Vermutungen über diesen berühmt-berüchtigten Ort zulässt) handelt es sich um ein Restaurant, das gegenüber der Católica gelegen ist und abends als Kneipe fungiert. Obwohl Kneipe es nicht wirklich trifft. Genau genommen ist es ein karges Lokal, bestehend aus zwei mit einander verbundenen Räumen, ein paar Holzstühlen und -tische, einer Theke, an der es ungefähr zwei verschiedene Sorten Bier gibt, Sanitäranlagen, deren Zustand durchaus gewöhnungsbedürftigt sein kann und schlechten Lautsprechern. Aber eigentlich hört man die Musik eh selten. Abends, nach Unischluss, ist es dort immer ziemlich voll. Besonders freitags, denn da ist die Woche ja vorbei (es sei denn, man hat samstags Uni). Vorallem comunica-Leute trifft man dort. Und deren Affinität zu Spaß und Feierei hab ich ja schon erwähnt.
Gestern war ich auch dort. Gegen neun sind Willy und ich angekommen, da war der Schuppen schon gerammelt voll. Ein paar Freude waren schon da und hatten sich aus Stuhlmangel um einen Tisch gruppiert. Nach und nach kamen noch mehr bekannte Gesichter und je nach Gesprächspartner wanderte ich im Laufe des Abends durch den Raum. Mit der Zeit leerte sich das Elo's zwar ein bisschen, der Geräuschpegel ging aber nicht zurück. Zweimal gab es sogar eine kleine Schlägerei. Das gehört aber nicht unbedingt zur Tagesordnung und war nach zwei Minuten auch wieder vorbei und die Kontrahenten waren wieder beste Freunde. Nehmt das also nicht als Indiz für den ganzen Ort! Der Rest der Zeit verlief sehr friedlich, mit vielen Scherzen, Gelächter, lustigen Gesprächen und am Ende einigen torkelnden Gestalten.
Sehr lange bin ich gestern allerdings nicht geblieben. Immerhin hatte ich heute Uni. Und diagnóstico wird immer mehr mein Lieblingskurs. Deswegen hat er auch meine ungeteilte Aufmerksamkeit verdient und sollte nicht durch Müdigkeit beleidigt werden. :)
So, die Sonne scheint, ich mach mich auf den Weg nach draußen.
Bis bald, ihr Lieben.
Karo
Mittwoch, 21. Dezember 2011
Weihnachtlichkeiten
Heiligabend steht vor der Tür und ich erfreue mich tagtäglich sonnigen Wetters. So besonders weihnachtlich fühle ich mich also nicht. Und das, obwohl es bei einem Großteil der Häuser die Besitzer das Schmücken ziemlich ernst genommen haben: bunte, blinkende Lichterketten, die nicht nur ein Blitzlichtgewitter von sich geben, sondern auch schrille Melodien ausspucken. Schön ist anders.
Morgen fahre ich zu Arthur, um mit ihm zusammen die Weihnachtstage zu verbringen. Ich freue mich schon sehr darauf ihn wieder zu sehen, muss aber sagen, dass mich der Gedanke an die 15 Stunden Busfahrt, die mir bevorstehen, eher weniger erheitert.
Gerade bin ich also noch in Lima. Die Casa Rio Grande ist ganz ausgestorben: außer Lucy und einem spanischen señor, der hier gerade drei Monate wohnt, ist niemand da. Alle haben sich auf Reisen begeben. Letzten Freitag haben wir wegen zeitnaher Reisestarts ein kleines Abschiedsgrillen veranstaltet. Das war sehr schön, aber auch ein bisschne traurig. Nun, immerhin sehe ich alle zumindest noch einmal wieder und die Jungs bleiben ja wie ich noch ein Semester länger.
Die letzte Woche war auf jeden Fall sehr entspannend. Ich hab viel Zeit mit meinen Mitbewohnern und peruanischen freunden verbracht, war oft Kaffee trinken, im Kino, am Meer, in Buchläden, auf dem Markt, ein bisschen spazieren, im historischen Zentrum Limas. Und ich hab endlich, endlich ein paar meiner Fotos eingescannt. Leider geht dadurch natürlich ganz schön was an Qualität verloren, aber schön sind sie dennoch. :) Schaut einfach mal ein bisschen in den älteren Posts.
Zum Schluss ein Lied, das mich gerade ziemlich begleitet. Auch wenn das Ende meiner peruanischen Zeit zum Glück noch ein Stück entfernt ist.
Ich wünsche euch allen frohe, entspannte und angenehme Weihnachten. Feliz navidad.
Fröhliche Grüße aus dem Sommer,
Karo
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