Hallo ihr Lieben,
in letzter Zeit ist es ein bisschen still auf meinem Blog geworden. Es gibt aber auch aus der Unterhaltungssicht nicht viel zu berichten. Ich war die letzten Wochen in Lima, hatte Unialltag, gemeinsames Kochen mit meinen Mitbewohnern, ein paar Konzerte, Kinobesuche und Kaffeeklatsch.
Momentan stecke ich gerade in den finales, den Prüfungen zum Semesterende. Gleich fahr ich in die Cato und schreib das Examen in Literatura y Cine. Taller de Imagen Publicitaria hab ich am Montag schon mit einer Präsentation hinter mich gebracht. Und am Samstag schließe ich die finales mit der Abschlusspräsentation in Diagnóstico.
Ich bin schon froh, dass die Prüfungen bald vorbei sind. Aber gleichzeitig heißt das leider auch, dass meine Zeit an der Cato, in Lima und in Peru sich dem Ende nähert. Zwölf Tage habe ich noch und fast elf peruanische Monate liegen hinter mir. Das ist komisch, aber vorallem sehr schön, denn ich hatte hier eine außergewöhnliche Zeit und habe die chaotische Stadt mit ihren manchmal etwas verrückten Einwohnern ins Herz geschlossen. Ich bin sicher, dass dies nicht die letzten Limaer Tage meines Lebens sind. Denn es gibt immer Gründe zurückzukehren. :)
Besos,
Karo
Posts mit dem Label católica werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label católica werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 27. Juni 2012
Dienstag, 12. Juni 2012
Kein Blu-Ray-Player
Ja, ihr lest es schon in der Überschrift. Ich habe keinen Blu-Ray-Player gewonnen. Wie schade.
Mir geht es aber trotzdem gut. :)
Letztens war ich mit Anna zwei Tage am Meer im Süden von Lima. Das war wunderbar. So viel Ruhe und komische Vögel. Wellenrauschen und Sonnenuntergänge. Außerdem habe ich Ceviche gegessen, das ist roher Fisch mit ganz viel Limette und Chilli. Ja, das klingt gar nicht mal so lecker. Dachte ich am Anfang auch. Aber es schmeckt eigentlich wirklich gut, wenn man sich einmal überwunden hat.
Außerdem fanden bis letzte Woche die Interfacultades statt. In allerhand Wettbewerben sind die verschiedenen Fakultäten gegeneinander angetreten. Das finale Event bildete die Noche Cultural. Jede Fakultät führte einen Tanz vor. In der Sporthalle, dem Austragungsort, war Highlife in Tüten, wie Zsara und Patricia sagen würden: die Fangemeinschaften schrien und tobten auf den Trebünen, während in der Mitte die wunderbarsten Schritte zu bewundern waren.
Natürlich bin ich nicht eben objektiv, aber comunica hat einfach wirklich den besten Tanz gebracht. Es war ein FEST! Leider wurden sie letztendlich disqualifiziert, weil sie die Zeitvorgabe überschritten haben. Das ist noch nie passiert. Punkteabzug ja, aber so ein Rauswurf. Eine Ungerechtigkeit. Es war zum Heulen. Hier und da waren auch Tränen zu sehen. Aber ein paar Bier später freute man sich dann einfach über die Pokale in den anderen Kategorien und beschloss die Uni niederzubrennen ... Theoretisch, versteht sich. :)
Die cato steht noch, wir mögen sie immer noch und die letzten Wochen des Semesters stürtzen auf uns ein.
In dem Sinne:
Besos,
Karo
Mir geht es aber trotzdem gut. :)
Letztens war ich mit Anna zwei Tage am Meer im Süden von Lima. Das war wunderbar. So viel Ruhe und komische Vögel. Wellenrauschen und Sonnenuntergänge. Außerdem habe ich Ceviche gegessen, das ist roher Fisch mit ganz viel Limette und Chilli. Ja, das klingt gar nicht mal so lecker. Dachte ich am Anfang auch. Aber es schmeckt eigentlich wirklich gut, wenn man sich einmal überwunden hat.
Außerdem fanden bis letzte Woche die Interfacultades statt. In allerhand Wettbewerben sind die verschiedenen Fakultäten gegeneinander angetreten. Das finale Event bildete die Noche Cultural. Jede Fakultät führte einen Tanz vor. In der Sporthalle, dem Austragungsort, war Highlife in Tüten, wie Zsara und Patricia sagen würden: die Fangemeinschaften schrien und tobten auf den Trebünen, während in der Mitte die wunderbarsten Schritte zu bewundern waren.
Natürlich bin ich nicht eben objektiv, aber comunica hat einfach wirklich den besten Tanz gebracht. Es war ein FEST! Leider wurden sie letztendlich disqualifiziert, weil sie die Zeitvorgabe überschritten haben. Das ist noch nie passiert. Punkteabzug ja, aber so ein Rauswurf. Eine Ungerechtigkeit. Es war zum Heulen. Hier und da waren auch Tränen zu sehen. Aber ein paar Bier später freute man sich dann einfach über die Pokale in den anderen Kategorien und beschloss die Uni niederzubrennen ... Theoretisch, versteht sich. :)
Die cato steht noch, wir mögen sie immer noch und die letzten Wochen des Semesters stürtzen auf uns ein.
In dem Sinne:
Besos,
Karo
Dienstag, 29. Mai 2012
rifas, alles voller rifas
Buenas días,
heute kommt der Postvon den heiligen Wiesen der Católica. Die Sonne ist nämlich auch dem heutigen Tage treu geblieben. Deswegen sitze ich also im Gras an den piletas (zu deutsch: Springbrunnen) vor dem Gebäude der comunica-Fakultät, blinzel in die Sonne und genieße die Briese.
Aber kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Posts: rifas. rifa bedeutet Verlosung und bezeichnet gleichzeitig das Zettelchen, was du in die Hand gedrückt bekommst, wenn du teilnimmst.
In meinem Geldbörschen fliegen momentan ganz schön viele rifas rum. Wenn man comunica studiert, ist es üblich, dass man für die Uni Projekte realisieren muss, die ziemlich kostenaufwändig sind. In comunicación audiovisual zum Besipiel drehen die Leute Filmchen (der von mir im letzten Post erwähnte Dreh fällt da auch rein). Und um die Realisierung zu finanzieren, werden u.a. Verlosungen veranstaltet. Polladas und Partys sind ebenfalls beliebte Einnahmequellen.
Nun, jedenfalls gewinne ich mit ein bisschen Glück (haha) vielleicht einen BluRay-Player. Die Frage ist nur, was ich damit soll... :D
Sonnige Grüße,
Karo
Freitag, 18. Mai 2012
In schönster Umgebung forschen
Buenos días!
Zwar
hab ich in meiner universitären Laufbahn schon ein paar Interviews und
Inhaltsanalysen durchgeführt, aber noch nie ein ganzes Forschungsprojekt
realisiert. Mein wunderbarer, wenn auch anstrengender, Kurs diagnóstico hat mir diese Möglichkeit eröffnet.
Letzten
Dienstag bin ich mit zwei chicas
meiner Gruppe nach Huaraz gefahren; die anderen drei folgten am nächsten Tag. Am
Mittwochmorgen kamen wir an und fuhren mit einem colectivo nach Maracará, ein kleines Dörfchen, eingebettet zwischen
der Cordillera Negra und der Cordillera Blanca. Dort befindet sich die NGO
Urpichallay. Sie hat verschiedene Projekte, u.a. ein regionales Radio, das viel mit den comunidades, in denen die Menschen
überwiegend Subsistenzwirtschaft betreiben, interagiert, und in ein paar
Monaten eröffnet sie eine Schule für Kellner und Köche.
Und eben diese Schule steht im Zentrum unserer
Untersuchung. Hauptuntersuchungspunkt ist dabei alles, was mit Kommunikation in
Zusammenhang steht: die interne Kommunikation im Projekt und nach außen mit den
relevanten Akteuren, die Identifikation dieser Akteure und ihrer Bedürfnisse,
die Medienberichterstattung in der der Region.
In
drei Tagen haben wir Beobachtungen in der NGO und auf öffentlichen Plätzen
durchgeführt; Umfragebögen in der örtlichen Schule verteilt; die Jugendlichen,
die an der Schule für Kellner interessiert sind, und ihre Eltern interviewt; die
Besitzer von Restaurants und Vertreter der regionalen Behörde befragt; die
schriftliche Presse analysiert; die Mitglieder der NGO befragt und deren
Antworten mit Video aufgenommen um eine kleine Doku daraus zu machen; das
Radioprogramm untersucht.
Am
vierten Tag sind wir zu einer Laguna gefahren und haben ein Dörfchen besucht,
das 1970 Opfer eines schweren Erdbebens wurde, welches eine Steinlawine
auslöste, die den Großteil dem Erdboden gleich gemacht hat. (Kleine Anekdote
hier am Rande: es wurde tatsächlich DVDs mit Originalaufnahmen des Erbebens
verkauft … skurril!)
Das war ein sehr schöner Abschluss dieser schönen Tage.
Das war ein sehr schöner Abschluss dieser schönen Tage.
Zum
ersten Mal wollte ich am Ende einer Reise nicht nach Lima zurück. Ich hab mich
einfach so wohl gefühlt. Verstärkt wurde das zudem durch unsere super urige hospedaje in einem alten
herrschaftlichen Haus mit wunderschönem Garten.
Aber
nun bin ich doch ganz froh, wieder hier zu sein. Wie immer.
Jetzt müssen wir anfangen, alles auszuwerten und daraus eine Kommunikationsstratgie
zu entwickeln. Da kommt also noch eine Menge auf uns zu. :)
Lasst
es euch gut gehen auf der anderen Seite des Atlantiks!
Un
beso
Karo
Mittwoch, 16. Mai 2012
Vermaledeiter Nieselregen!
... er ist wieder da. Der Nieselregen, der mich schon im August bei meiner Ankunft begrüßte.
Als ich heute gegen 22 Uhr nach Hause kam (Mittwoch bin ich mit 8 Stunden Uni ganz gut beschäftigt), wollte ich endlich meine Wäsche aufhängen. Tja, leider setzte aber just dieses Gefissel ein, als ich die casa betrat. Nun kann ich nur hoffen, dass mich morgen die Sonne tagsüber nicht im Stich lässt.
Von dieser kleinen Bagatelle abgesehen, geht es mir sehr gut. Meine Reise nach Huaraz war ein voller Erfolg und ich hab bei unserem kleinen Forschungsprojekt ganz schön viel gelernt (dazu gibt es bald einen eigenen Eintrag). Die Uni hält mich weiterhin gut auf Trab - und das, obwohl die parciales doch gerade um sind. Fast jeden Tag hab ich Gruppentreffen, muss Texte lesen oder Präsentationen vorbereiten. Und weil ich auch ab und an gerne etwas mit meinen Freunden und Mitbewohnern mache, hab ich ein ausgefülltes, glückliches Leben. Juchei!
Bald gibt es wieder mehr von mir zu lesen.
Buenas noches.
Karo
Als ich heute gegen 22 Uhr nach Hause kam (Mittwoch bin ich mit 8 Stunden Uni ganz gut beschäftigt), wollte ich endlich meine Wäsche aufhängen. Tja, leider setzte aber just dieses Gefissel ein, als ich die casa betrat. Nun kann ich nur hoffen, dass mich morgen die Sonne tagsüber nicht im Stich lässt.
Von dieser kleinen Bagatelle abgesehen, geht es mir sehr gut. Meine Reise nach Huaraz war ein voller Erfolg und ich hab bei unserem kleinen Forschungsprojekt ganz schön viel gelernt (dazu gibt es bald einen eigenen Eintrag). Die Uni hält mich weiterhin gut auf Trab - und das, obwohl die parciales doch gerade um sind. Fast jeden Tag hab ich Gruppentreffen, muss Texte lesen oder Präsentationen vorbereiten. Und weil ich auch ab und an gerne etwas mit meinen Freunden und Mitbewohnern mache, hab ich ein ausgefülltes, glückliches Leben. Juchei!
Bald gibt es wieder mehr von mir zu lesen.
Buenas noches.
Karo
Montag, 7. Mai 2012
Punk vs. Bach
Ein fröhliches parciales-überstandenes Hallihallo aus Liiima!
Um mich ein bisschen von den parciales abzulenken, bin ich Anfang der letzten Woche konzertgängerisch geworden.
Am Montag war der Ort des Geschehens eine Tiefgarage. Ja genau, eine Tiefgarage. Dort fand ein Punk-Konzert statt. Sechs Bands standen auf dem Programm und was soll ich sagen? Ich hab mich prächtig amüsiert! Eine Band war schrammeliger als die andere, was ich allerdings keineswegs abwertend meine. Das Publikum hat gepogt und ist durch die Gegend gesprungen als gäbe es kein Morgen mehr. Man hat schon im Stehen geschwitzt und der Sänger der letzten Band hat sich hitzebedingt bis auf die Boxershorts entledigt, bevor er sich auf die Masse seiner adrenalinbeschwipsen Fans warf. Die waren übrigens alles andere als homogen. Zwar huschte hier und dort auch ein paar Punks rum (zumindest dem Äußeren nach), aber es waren auch zahlreiche andere Subkulturen anwesend.
Am Ende waren meine Begleiter heiser und ich glücklich, dass ich nach sovielen Abenden voller Salsa und Reggaeton ein paar Stunden lang schönsten Garagenschrammelpunkrock gehört habe.
Für den nächsten Tag, Dienstag, hatte Lucía Freikarten für ein Philharmonie-Konzert bekommen. Eigentlich hätten die Karten über 100 Euro gekostet. Also bastelte ich mir aus meinem Kleiderschrank eine schicke Garderobe zusammen und los ging's. Das Konzert fand in einer deutschen Schule statt. Ich war dort schon einmal auf einerm Konzert. Die Sociedad Filarmónica de Lima hält dort regelmäßig musikalische Veranstaltungen. Am Dienstag stand also Bach auf dem Programm. Die Bach Akademie Stuttgart spielte Misa en si menor (zu deutsch: die h-Moll-Messe). Es war lichtweg grandios!
Ich war danach ganz bezaubert und konnte voller Energie die Präsentation meiner praktischen Arbeit für Taller de Imagen Publicitaria in einer Nachtschicht zuende führen.
Seit Samstag sind die parciales nun um. Das freut mich natürlich übermäßig, macht mir aber auch bewusst, dass schon wieder die Hälfte des Semesters um ist. Wie die Zeit fliegt. Zwei Monate bin ich noch hier. Ein Gedanke der mit Freude und Wehmut gleichermaßen verbunden ist und den ich deswegen von mir schiebe. :)
¡Viva Lima!
Morgen Abend fahre ich nach Huaraz wegen unserer schon erwähnten Forschungsarbeit. Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf!
Ihr hört von mir. Alles Liebe.
Karo
Um mich ein bisschen von den parciales abzulenken, bin ich Anfang der letzten Woche konzertgängerisch geworden.
Am Montag war der Ort des Geschehens eine Tiefgarage. Ja genau, eine Tiefgarage. Dort fand ein Punk-Konzert statt. Sechs Bands standen auf dem Programm und was soll ich sagen? Ich hab mich prächtig amüsiert! Eine Band war schrammeliger als die andere, was ich allerdings keineswegs abwertend meine. Das Publikum hat gepogt und ist durch die Gegend gesprungen als gäbe es kein Morgen mehr. Man hat schon im Stehen geschwitzt und der Sänger der letzten Band hat sich hitzebedingt bis auf die Boxershorts entledigt, bevor er sich auf die Masse seiner adrenalinbeschwipsen Fans warf. Die waren übrigens alles andere als homogen. Zwar huschte hier und dort auch ein paar Punks rum (zumindest dem Äußeren nach), aber es waren auch zahlreiche andere Subkulturen anwesend.
Am Ende waren meine Begleiter heiser und ich glücklich, dass ich nach sovielen Abenden voller Salsa und Reggaeton ein paar Stunden lang schönsten Garagenschrammelpunkrock gehört habe.
Für den nächsten Tag, Dienstag, hatte Lucía Freikarten für ein Philharmonie-Konzert bekommen. Eigentlich hätten die Karten über 100 Euro gekostet. Also bastelte ich mir aus meinem Kleiderschrank eine schicke Garderobe zusammen und los ging's. Das Konzert fand in einer deutschen Schule statt. Ich war dort schon einmal auf einerm Konzert. Die Sociedad Filarmónica de Lima hält dort regelmäßig musikalische Veranstaltungen. Am Dienstag stand also Bach auf dem Programm. Die Bach Akademie Stuttgart spielte Misa en si menor (zu deutsch: die h-Moll-Messe). Es war lichtweg grandios!
Ich war danach ganz bezaubert und konnte voller Energie die Präsentation meiner praktischen Arbeit für Taller de Imagen Publicitaria in einer Nachtschicht zuende führen.
Seit Samstag sind die parciales nun um. Das freut mich natürlich übermäßig, macht mir aber auch bewusst, dass schon wieder die Hälfte des Semesters um ist. Wie die Zeit fliegt. Zwei Monate bin ich noch hier. Ein Gedanke der mit Freude und Wehmut gleichermaßen verbunden ist und den ich deswegen von mir schiebe. :)
¡Viva Lima!
Morgen Abend fahre ich nach Huaraz wegen unserer schon erwähnten Forschungsarbeit. Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf!
Ihr hört von mir. Alles Liebe.
Karo
Dienstag, 24. April 2012
Kurz vor halb
Einen guten Abend!
Meine parciales, die Halbtermprüfungen, stehen vor der Tür und ich dachte, es wird mal Zeit für ein kleines Update zu meinen Kursen.
In Taller de Imagen Publicitaria knipsen wir in den prácticas fröhlich Fotos. Naja, ganz so ist es doch nicht. Vorher müssen wir zu bestimmten determinierten Themen (Zeit, Reisen, Unterschiede...) Konzepte entwickeln und dabei den Einsatz von Licht, Farben, Formensprache und Bildausschnitt beachten. Manchmal kann es ganz schön frustrieren, wenn das Foto nicht so wird, wie man es sich vorgestellt hat. Manchmal entdecke ich aber auch während des Fotografierens neue Ideen und dann bin ich am Ende glücklicher als vorher. Auf jeden Fall lerne ich eine Menge dabei. :)
In der zugehörigen clase steht die theoretische Konzeption von Werbefotografien im Vordergrund.
Diagnóstico ist nicht nur mein Lieblingskurs, sondern immer mehr auch der schwerste. Inzwischen haben wir unser Projekt. Es heißt Centro de Educación Técnico Productiva promovido por Urpichalla und liegt nahe der Stadt Huaraz, in den Bergen nördlich von Lima. Es hat sich zwei Hauptziele gesetzt: den Jugendlichen helfen eine Arbeit zu finden und die andine Kultur zu fördern. Bisher erstellen wir in Gruppenarbeit eine erste Analyse des Projektes, seiner Rahmenbedingungen und der Probleme inhaltlicher und kommunikativer Art. In etwa zwei Wochen werden wir dorthin fahren und vor Ort Interviews und Beobachtungen durchführen.
In Literatura y Cine lesen wir (mitunter sehr komplizierte) Texte über Adaptationen, Einflüße des Kinos in der Literatur und umgekehrt, schauen Filme und lesen die dazugehörigen Texte und diskutieren verschiedene Ebenen der Wechselwirkungen. Der Kurs ist auf jeden Fall sehr spannend, aber manchmal merke ich halt doch, dass ich nicht Literatur studiere und mir daher der eine oder andere theoretische Hintergrund fehlt.
Die Professorin dieses Kurses ist übrigens eine relativ bekannte peruanische Drehbuchautorin.
In Historia del Cine schauen wir größtenteils Filme (was Mittwochmorgen mitunter zu schlafenden Studierenden führt) und sind inzwischen im Jahr 1916 angelangt. Es ist ziemlich interessant zu verfolgen, wie sich Technik und Inhalt in den ersten Jahren rapide weiterentwickelt haben. 1895 waren es nur Aufnahmen von Arbeitern, die eine Fabrik verlassen oder die Ankunft eines Zuges und 1916 kam mit Hell's Hinge der erste Western auf den Markt.
Aus diesem Kurs hab ich mich offiziell aus Stress- und Zeitgründen exmatrikuliert, gehe aber dennoch weiter hin, weil er mir gefällt.
Die vier Hübschen halten mich ganz schön auf Trab. Wenn die parciales vorbei sind, mache ich erstmal drei Kreuze.
Ansonsten gibt es nichts spektakulär Neues. Am Wochenende hab ich das Bett gehütet, weil die Grippe mich heimgesucht hat. Inzwischen hab ich sie glücklicherweise vor die Tür setzen können. Hoffentlich bleibt sie da.
In dem Sinne: gutes Nacht.
Karo
Samstag, 31. März 2012
ELO'S
Huhu,
manchmal gibt es Orte, die äußerlich rein gar nicht interessant scheinen, es aber dennoch zu ziemlicher Berühmtheit schaffen. So einer ist das Elo's. Deswegen dachte ich, es wäre mal an der Zeit, dass ich diesem Ort einen Blogeintrag widme.
Auch bekannt unter dem Namen el hueco (was literarisch übersetzt das Loch bedeutet und schon erste Vermutungen über diesen berühmt-berüchtigten Ort zulässt) handelt es sich um ein Restaurant, das gegenüber der Católica gelegen ist und abends als Kneipe fungiert. Obwohl Kneipe es nicht wirklich trifft. Genau genommen ist es ein karges Lokal, bestehend aus zwei mit einander verbundenen Räumen, ein paar Holzstühlen und -tische, einer Theke, an der es ungefähr zwei verschiedene Sorten Bier gibt, Sanitäranlagen, deren Zustand durchaus gewöhnungsbedürftigt sein kann und schlechten Lautsprechern. Aber eigentlich hört man die Musik eh selten. Abends, nach Unischluss, ist es dort immer ziemlich voll. Besonders freitags, denn da ist die Woche ja vorbei (es sei denn, man hat samstags Uni). Vorallem comunica-Leute trifft man dort. Und deren Affinität zu Spaß und Feierei hab ich ja schon erwähnt.
Gestern war ich auch dort. Gegen neun sind Willy und ich angekommen, da war der Schuppen schon gerammelt voll. Ein paar Freude waren schon da und hatten sich aus Stuhlmangel um einen Tisch gruppiert. Nach und nach kamen noch mehr bekannte Gesichter und je nach Gesprächspartner wanderte ich im Laufe des Abends durch den Raum. Mit der Zeit leerte sich das Elo's zwar ein bisschen, der Geräuschpegel ging aber nicht zurück. Zweimal gab es sogar eine kleine Schlägerei. Das gehört aber nicht unbedingt zur Tagesordnung und war nach zwei Minuten auch wieder vorbei und die Kontrahenten waren wieder beste Freunde. Nehmt das also nicht als Indiz für den ganzen Ort! Der Rest der Zeit verlief sehr friedlich, mit vielen Scherzen, Gelächter, lustigen Gesprächen und am Ende einigen torkelnden Gestalten.
Sehr lange bin ich gestern allerdings nicht geblieben. Immerhin hatte ich heute Uni. Und diagnóstico wird immer mehr mein Lieblingskurs. Deswegen hat er auch meine ungeteilte Aufmerksamkeit verdient und sollte nicht durch Müdigkeit beleidigt werden. :)
So, die Sonne scheint, ich mach mich auf den Weg nach draußen.
Bis bald, ihr Lieben.
Karo
manchmal gibt es Orte, die äußerlich rein gar nicht interessant scheinen, es aber dennoch zu ziemlicher Berühmtheit schaffen. So einer ist das Elo's. Deswegen dachte ich, es wäre mal an der Zeit, dass ich diesem Ort einen Blogeintrag widme.
Auch bekannt unter dem Namen el hueco (was literarisch übersetzt das Loch bedeutet und schon erste Vermutungen über diesen berühmt-berüchtigten Ort zulässt) handelt es sich um ein Restaurant, das gegenüber der Católica gelegen ist und abends als Kneipe fungiert. Obwohl Kneipe es nicht wirklich trifft. Genau genommen ist es ein karges Lokal, bestehend aus zwei mit einander verbundenen Räumen, ein paar Holzstühlen und -tische, einer Theke, an der es ungefähr zwei verschiedene Sorten Bier gibt, Sanitäranlagen, deren Zustand durchaus gewöhnungsbedürftigt sein kann und schlechten Lautsprechern. Aber eigentlich hört man die Musik eh selten. Abends, nach Unischluss, ist es dort immer ziemlich voll. Besonders freitags, denn da ist die Woche ja vorbei (es sei denn, man hat samstags Uni). Vorallem comunica-Leute trifft man dort. Und deren Affinität zu Spaß und Feierei hab ich ja schon erwähnt.
Gestern war ich auch dort. Gegen neun sind Willy und ich angekommen, da war der Schuppen schon gerammelt voll. Ein paar Freude waren schon da und hatten sich aus Stuhlmangel um einen Tisch gruppiert. Nach und nach kamen noch mehr bekannte Gesichter und je nach Gesprächspartner wanderte ich im Laufe des Abends durch den Raum. Mit der Zeit leerte sich das Elo's zwar ein bisschen, der Geräuschpegel ging aber nicht zurück. Zweimal gab es sogar eine kleine Schlägerei. Das gehört aber nicht unbedingt zur Tagesordnung und war nach zwei Minuten auch wieder vorbei und die Kontrahenten waren wieder beste Freunde. Nehmt das also nicht als Indiz für den ganzen Ort! Der Rest der Zeit verlief sehr friedlich, mit vielen Scherzen, Gelächter, lustigen Gesprächen und am Ende einigen torkelnden Gestalten.
Sehr lange bin ich gestern allerdings nicht geblieben. Immerhin hatte ich heute Uni. Und diagnóstico wird immer mehr mein Lieblingskurs. Deswegen hat er auch meine ungeteilte Aufmerksamkeit verdient und sollte nicht durch Müdigkeit beleidigt werden. :)
So, die Sonne scheint, ich mach mich auf den Weg nach draußen.
Bis bald, ihr Lieben.
Karo
Montag, 19. März 2012
Matrícula, die Zweite.
Buenos días!
Die eine oder der andere mag sich vielleicht noch an die matrícula des letzten Semesters erinnern. Hunderte ausländische Studierende, die frühmorgens in die Uni tapern um sich verbindlich für die Kurse anzumelden.
Heute morgen war es dann wieder so weit. Zusammen mit zwei meiner Mitbewohnerinnen kam ich ziemlich verschlafen kurz vor sieben in der Católica an. Doch wir waren bei weitem nicht die Ersten: entlang des Gebäudes, in dem die matrícula stattfinden sollte, saßen schon viele Leute. 80, um genau zu sein. Das erfuhren wir anhand der Nummern, die wir erhielten.
Ansonsten war es nicht weiter wild: wir haben eben gewartet und halb 11 war ich stolze Besitzerin des Papierwischs mit vier Kursen. Genau die vier Kurse, die ich auch haben wollte: Diagnóstico y Estrategia Comunicacional, Historia del Cine 1 und Taller de Imagen Publicitaria in meiner lieben Comunica-Fakultät, sowie einen Literatur-Kurs namens Literatura y Cine (juhu, zwei Filmkurse!). Damit hab ich bisher 19 Wochenstunden. Ein ganzes Stückchen mehr als im letzten Semester, allerdings kann ich jetzt ja auch besser Spanisch. :) Ich bin ziemlich zufrieden mit meinen Stundenplan - nur die zwei Stunden am Samstagvormittag müssten nicht unbedingt sein. Da findet das Seminar von Diagnóstico statt.
Und was ist das jetzt?
Tja, hier ein kurzer Überblick über die vier Kurse. Für die hispanohablantes gibt es sogar die Kursbeschreibung auf Spanisch. :)
Diagnóstico y Estrategia Comunicacional
Historia del Cine 1
Taller de Imagen Publicitaria
Literatura y Cine
So weit, so gut. Mal sehen, ob es auch gut weitergeht, oder ob ich mir zu viel vorgenommen habe. :)
Ihr hört bald wieder von mir.
Alles Liebe,
Karo
Die eine oder der andere mag sich vielleicht noch an die matrícula des letzten Semesters erinnern. Hunderte ausländische Studierende, die frühmorgens in die Uni tapern um sich verbindlich für die Kurse anzumelden.
Heute morgen war es dann wieder so weit. Zusammen mit zwei meiner Mitbewohnerinnen kam ich ziemlich verschlafen kurz vor sieben in der Católica an. Doch wir waren bei weitem nicht die Ersten: entlang des Gebäudes, in dem die matrícula stattfinden sollte, saßen schon viele Leute. 80, um genau zu sein. Das erfuhren wir anhand der Nummern, die wir erhielten.
Ansonsten war es nicht weiter wild: wir haben eben gewartet und halb 11 war ich stolze Besitzerin des Papierwischs mit vier Kursen. Genau die vier Kurse, die ich auch haben wollte: Diagnóstico y Estrategia Comunicacional, Historia del Cine 1 und Taller de Imagen Publicitaria in meiner lieben Comunica-Fakultät, sowie einen Literatur-Kurs namens Literatura y Cine (juhu, zwei Filmkurse!). Damit hab ich bisher 19 Wochenstunden. Ein ganzes Stückchen mehr als im letzten Semester, allerdings kann ich jetzt ja auch besser Spanisch. :) Ich bin ziemlich zufrieden mit meinen Stundenplan - nur die zwei Stunden am Samstagvormittag müssten nicht unbedingt sein. Da findet das Seminar von Diagnóstico statt.
Und was ist das jetzt?
Tja, hier ein kurzer Überblick über die vier Kurse. Für die hispanohablantes gibt es sogar die Kursbeschreibung auf Spanisch. :)
Diagnóstico y Estrategia Comunicacional
Planteamiento de herramientas para el desarrollo de diagnósticos, con énfasis en lo comunicacional para la determinación de estrategias de comunicación. Desarrollo de una metodología que integre en una visión y análisis holístico de los diversos componentes y elementos que interactúan en una realidad específica.In diesem Kurs werden wir in Gruppen in Projekte fahren. Diese können verschiedenster Art sein, Umweltprojekte, Menschenrechtsprojekte, Schulprojekte. Dort werden wir eine wissenschaftliche Diagnose der Kommunikationssituation erstellen mit dem Ziel, eine Veränderung hin zum Besseren zu erzielen.
Historia del Cine 1
El nacimiento del cine. Formación del lenguaje cinematográfico. El período mudo. Cine norteamericano. Cinematografía soviética. Cinematografía alemana.Die Anfänge des Films.
Taller de Imagen Publicitaria
Simbolización y metáfora en la imagen publicitaria. Técnicas de ambientación, iluminación y composición. Producción fotográfica y dirección de arte. El retrato publicitario. Fotografía para medios impresos. La imagen publicitaria en medios audiovisuales.Ein Werbefotografie-Kurs, bestehend aus zwei Stunden Theorie und vier Stunden Praxis, in der wir verschiedene anwendungsorientierte Projekte umsetzen müssen.
Literatura y Cine
... dazu hält das Online-Verzeichnis leider keine Beschreibung bereitHier werden die Beziehungen zwischen Literatur und Kino behandelt. Wie die Literatur ins Kino eingetreten ist. Die Wechselwirkungen zwischen beiden.
So weit, so gut. Mal sehen, ob es auch gut weitergeht, oder ob ich mir zu viel vorgenommen habe. :)
Ihr hört bald wieder von mir.
Alles Liebe,
Karo
Donnerstag, 18. August 2011
Kurse und Reggae
Huhu!
Seit Montag schnupper ich also in die Kurse rein. Bisher hatte ich Fotografía, Estados y Política en América Latina, Historia del Perú: Formacion hasta el siglo XVIII, Cine und Comunicación Intercultural.
Die letzten beiden haben mir bisher am Besten gefallen; in Cine schauen wir Filme, analysieren sie und sprechen über bestimmte inhaltliche Tendenzen und Thematiken und in Comunicación Intercultural geht es nicht nur um Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener und besonders der peruanischen Kultur, sondern im zugehörigen Seminar werden wir uns auch über eigene Erfahrungen austauschen.
Generell ist es ziemlich beeindruckend, was es hier für eine Kursauswahl gibt - man bedenke, dass ich in Deutschland an einer Uni studiere, in der ich bisher genau zweimal Wahlmöglichkeiten hatte und sonst die Fächerkombination vorgeschrieben ist.
Abgesehen von diesem Mal-in-die-Kurse-reinschauen-und-manchmal-bei-der-Feststellung-dass-es-wirklich-sehr-viel-zu-lesen-gibt-wieder-gehen passiert nicht so viel.
Montag hab ich mit Sarah und Patti gekocht. Dienstagabend waren wir in einer Gruppe von Peruanern und extranjeros (Austauschstudenten) bei einem Reggae-Konzert in Barranco. Das hat gefetzt! Die Band bestand aus Männern jeden Alters. Besonders zu erwähnen sei ein alter, sehr enthusiastischer Hippie und ein über-extrovertierter Jungscher, der seine ganz eigene Show abzog.
Bevor ich genau weiß, wann meine Kurse an der Católica sind, kann ich mich für keinen Sprachkurs anmelden. Die Suche gestaltet sich ohnehin schon schwierig genug, da die Angebote entweder erst in drei Wochen beginnen, super teuer sind oder sich aller Voraussicht mit meinem Uni-Kursen überschneiden. Na, ich werd schon eine Lösung finden. Bis dahin lern ich fleißig und wage auch zu behaupten, dass ich von Tag zu Tag besser werde.
Hasta luego!
Estrellita (diesen liebevollen Spitznamen hat mir ein Peruaner gegeben; ja, ich wollte schon immer "Sternchen" heißen - klingt fast so gut wie Blümchen -.- )
Seit Montag schnupper ich also in die Kurse rein. Bisher hatte ich Fotografía, Estados y Política en América Latina, Historia del Perú: Formacion hasta el siglo XVIII, Cine und Comunicación Intercultural.
Die letzten beiden haben mir bisher am Besten gefallen; in Cine schauen wir Filme, analysieren sie und sprechen über bestimmte inhaltliche Tendenzen und Thematiken und in Comunicación Intercultural geht es nicht nur um Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener und besonders der peruanischen Kultur, sondern im zugehörigen Seminar werden wir uns auch über eigene Erfahrungen austauschen.
Generell ist es ziemlich beeindruckend, was es hier für eine Kursauswahl gibt - man bedenke, dass ich in Deutschland an einer Uni studiere, in der ich bisher genau zweimal Wahlmöglichkeiten hatte und sonst die Fächerkombination vorgeschrieben ist.
Abgesehen von diesem Mal-in-die-Kurse-reinschauen-und-manchmal-bei-der-Feststellung-dass-es-wirklich-sehr-viel-zu-lesen-gibt-wieder-gehen passiert nicht so viel.
Montag hab ich mit Sarah und Patti gekocht. Dienstagabend waren wir in einer Gruppe von Peruanern und extranjeros (Austauschstudenten) bei einem Reggae-Konzert in Barranco. Das hat gefetzt! Die Band bestand aus Männern jeden Alters. Besonders zu erwähnen sei ein alter, sehr enthusiastischer Hippie und ein über-extrovertierter Jungscher, der seine ganz eigene Show abzog.
Bevor ich genau weiß, wann meine Kurse an der Católica sind, kann ich mich für keinen Sprachkurs anmelden. Die Suche gestaltet sich ohnehin schon schwierig genug, da die Angebote entweder erst in drei Wochen beginnen, super teuer sind oder sich aller Voraussicht mit meinem Uni-Kursen überschneiden. Na, ich werd schon eine Lösung finden. Bis dahin lern ich fleißig und wage auch zu behaupten, dass ich von Tag zu Tag besser werde.
Hasta luego!
Estrellita (diesen liebevollen Spitznamen hat mir ein Peruaner gegeben; ja, ich wollte schon immer "Sternchen" heißen - klingt fast so gut wie Blümchen -.- )
Donnerstag, 11. August 2011
Die ersten Eindrücke
Hola!
Nun bin ich schon ganze vier Tage hier!
Vieles ist passiert. Ich werde versuchen, euch einen Eindruck davon zu verschaffen. Hoffentlich wird mein Geschriebsel nicht zu wirr. Ich tu mein Bestes!:)
Am Montagmorgen bin ich nach langem Flug mit Umsteigen in Sao Paolo in Lima angekommen. Der Flug verlief problemlos, dennoch war ich sehr froh, dass ich am Flughafen von Medardo und Monique abgeholt wurde. Die Zwei sind goldherzlich und managen das Haus mit dem wohlklingenden Namen "Casa Rio Grande", in dem ich hier wohne. Die erste Fahrt durch Lima war eine Aufeinandertreffen der Impressionen der Superlative: Ich fühlte mich wie in einem Bildband, weil ich alles nur durch das Autofenster sah und noch nicht realisieren konnte, dass ich tatsächlich da bin. Gleichzeitig hab Medardo fast ununterbrochen erzählt. Von der Casa Rio Grande, den anderen Studenten, die hier wohnen, von der Stadt, von Peru, von der Uni, dass ich Salsa lernen soll, dass mein europäischer Magen am Anfang kein auf der Straße angebotenes Essen verträgt und so weiter und so fort. Und das alles auf Spanisch! Verstanden hab ich das zu großen Teilen, aber reden klappte irgendwie noch nicht so ganz.:)
Überwältigt von all dem konnte ich auch die erste Stunde hier in der Casa nicht wirklich reden oder denken.:) Dann hab ich mich aber wieder gefangen und habe meine ersten Schritte in Lima getätigt: zum Shop um die Ecke. Mittels weniger Worte (Suse, lern Spanisch! Das ist nur von Vorteil!:)) und Gestiken habe ich vor allem Wasser erstanden. Denn das kann man hier nicht wie in Deutschland aus der Leitung trinken - und ich bin doch ein wassertrinkfreudiges Kind.:)
Später hab ich dann drei meiner Mitbewohner aus Frankreich und Portugal kennengelernt (außer den drei wohnen hier noch zwei aus Deutschland, eine Österreicherin, eine Spanierin, ein Mädel aus den USA und eine Koreanerin). Mit den Franzosen und zwei Freundinnen von ihnen war ich auch abends ein Bier trinken. Denn obwohl es hier sieben Stunden früher ist, konnte ich einfach nicht schlafen vor Aufregung und Neuem. Dafür hat mich die Müdigkeit später um so stärker erschlagen und ich hab 12 Stunden geschlafen wie ein Stein.
Am Dienstag hab ich mir mit den beiden anderen Mädels aus Ilmenau die Uni angeschaut. Sie trägt den stolzen Namen "Pontificia Universidad Católica del Perú" und hat einen wunderschönen Campus, auf dem fröhlich Rehe umherstolzieren und Eichhörnchen durch die Gegend hüpfen.:)
Gestern, am Mittwoch, haben die Einführungstage an der Católica begonnen. Wir haben u.a. unsere Matrikelnummern bekommen (die natürlich ungleich viel länger sind als die hübsch 5-stelligen in Ilmenau) und ich habe meine Compañera kennen gelernt. Dieses Compañero Programm stellt den internationalen Studierenden eine oder einen Peruanerin oder Peruaner an die Seite, die beim Einleben helfen: die Stadt erklären und zeigen, Tipps geben, etc. Meine heißt Caro und ist ein quirliges, nettes Mädchen, die mir auch gleich geholfen hat, eine peruanische SIM-Karte zu ergattern. Naja, blöd nur, dass ich keinen Ausweis dabei hatte und deswegen den Prepaid-Vertrag nicht abschließen konnte. Nun, das muss ich also noch nachholen. Außerdem brauch ich ein neues Telefon, weil das, welches mir meine liebe Mama extra vorher noch erstanden hat, nämlich in Peru nicht funktioniert (vielen Dank trotzdem!).
Heute war Teil zwei der Einführung: die Pre-Registration für die Kurse und eine Veranstaltung zum Thema Sicherheit in Peru.
Bisher hab ich mich für fünf Kurse eingeschrieben, u.a. Fotografía (dieser Kurs liegt mir besonders am Herzen, denn er besteht nicht nur aus zwei Stunden Theorie pro Woche, sondern auch aus vier Stunden Praktikum, in denen wir Schwarz-weiß-Entwicklungen machen) und Estados y Politicas en Americana Latina. Welche ich letztendlich belege, kann ich nach einer ersten "Schnupperwoche" entscheiden. Es bleibt also spannend!
Die Session zur Sicherheit in Lima war ziemlich interessant und an einigen Stellen auch sehr lustig, weil die Dame, die den Vortrag gehalten hat, sich über die eine oder andere europäische Manier lustig gemacht hat (laut in fremder Sprache durch die Gegend schreien, Wertgegenstände achtlos neben sich legen). Eine großer Teil des Vortrages befasste sich mit den Taxis. Und Taxi fahren ist hier wirklich ein Abenteuer! Ungefähr 50% der Autos auf den Straßen sind Taxis. Dabei ist es nicht so wie in Deutschland, dass man sich registrieren muss oder so. Nein, eigentlich kann jeder sein privates Auto nehmen, eine Taxi-Schild aufs Dach setzen uns los geht's! Außerdem ist es üblich, den Preis vorher auszuhandeln (wobei man offensichtlich Fremden natürlich gern einen höheren Preis veranschlagt:)).
Genau so ein Abenteuer ist übrigens das Bus fahren. Es gibt keine Zeitpläne oder so. Vielmehr stellt man sich einfach an ein Haltestellen-Schild und wartet auf den richtigen Bus. Der zeichnet sich dadurch aus, dass außen an der Seite die Route steht. Außerdem gibt es eine Art Schaffner, der diese lauthals an jeder Haltestelle anpreist. Prinzipiell kann man aber überall auf der Straße ein- oder aussteigen. Man muss nur entsprechend winken bzw. den Aussteig-Wunsch mit einem kurzem "baja" (soviel wie "ich möchte hier aussteigen") ankündigen. Die Fahrt kostet 50 Centimos bis einen Sol (ein Achtel- bis ein Viertel-Euro). Ja, das Busfahren hier ist definitiv anders als alles, was ich bisher erlebt habe!:)
Heute Abend treffe ich mich mit den Ilmenau-Mädels und einer Peruanerin namens Lucia. Sie hat ein Jahr in Ilmenau studiert und das Witzige ist, dass sie (bevor ich dort eingezogen bin) im Zimmer meines Mitbewohners gewohnt hat. Jaja, die Welt ist klein, selbst wenn man auf der anderen Seite des Kontinents ist.
Außerdem bin ich momentan auf der Suche nach einem Sprachkurs. Denn auch wenn ich fast alles verstehe, ist meine mündliche Fähigkeit doch stark eingeschränkt. Aber das wird werden! Denn immerhin bin ich dafür auch hier. Und spätestens wenn nächste Woche die Uni beginnt, werde ich sicherlich ganz schön ins kalte Wasser geworfen! Hoffen wir, dass ich schwimmen kann!:)
Alles in allem ist es hier wirklich toll! Ich staune noch in vollen Zügen und werde euch auf dem Laufenden halten.
Ach ja, bevor ich es vergesse: mit eigenen Fotos ist es bei mir ja ein bisschen schwierig. Zwar gibt es auch hier durchaus die Möglichkeit, analoge Filme entwickeln zu lassen. Aber eh das passiert ist, ich die eingescannt und hochgeladen haben, verweise ich euch erst einmal auf Patricias Blog. Sie ist eine der anderen aus Ilmenau und ihre Bilder vermitteln euch sicherlich einen guten visuellen Eindruck der hektischen, chaotischen, faszinierenden Hauptstadt Perus!
Muchos saludos,
Karo
Nun bin ich schon ganze vier Tage hier!
Vieles ist passiert. Ich werde versuchen, euch einen Eindruck davon zu verschaffen. Hoffentlich wird mein Geschriebsel nicht zu wirr. Ich tu mein Bestes!:)
Am Montagmorgen bin ich nach langem Flug mit Umsteigen in Sao Paolo in Lima angekommen. Der Flug verlief problemlos, dennoch war ich sehr froh, dass ich am Flughafen von Medardo und Monique abgeholt wurde. Die Zwei sind goldherzlich und managen das Haus mit dem wohlklingenden Namen "Casa Rio Grande", in dem ich hier wohne. Die erste Fahrt durch Lima war eine Aufeinandertreffen der Impressionen der Superlative: Ich fühlte mich wie in einem Bildband, weil ich alles nur durch das Autofenster sah und noch nicht realisieren konnte, dass ich tatsächlich da bin. Gleichzeitig hab Medardo fast ununterbrochen erzählt. Von der Casa Rio Grande, den anderen Studenten, die hier wohnen, von der Stadt, von Peru, von der Uni, dass ich Salsa lernen soll, dass mein europäischer Magen am Anfang kein auf der Straße angebotenes Essen verträgt und so weiter und so fort. Und das alles auf Spanisch! Verstanden hab ich das zu großen Teilen, aber reden klappte irgendwie noch nicht so ganz.:)
Überwältigt von all dem konnte ich auch die erste Stunde hier in der Casa nicht wirklich reden oder denken.:) Dann hab ich mich aber wieder gefangen und habe meine ersten Schritte in Lima getätigt: zum Shop um die Ecke. Mittels weniger Worte (Suse, lern Spanisch! Das ist nur von Vorteil!:)) und Gestiken habe ich vor allem Wasser erstanden. Denn das kann man hier nicht wie in Deutschland aus der Leitung trinken - und ich bin doch ein wassertrinkfreudiges Kind.:)
Später hab ich dann drei meiner Mitbewohner aus Frankreich und Portugal kennengelernt (außer den drei wohnen hier noch zwei aus Deutschland, eine Österreicherin, eine Spanierin, ein Mädel aus den USA und eine Koreanerin). Mit den Franzosen und zwei Freundinnen von ihnen war ich auch abends ein Bier trinken. Denn obwohl es hier sieben Stunden früher ist, konnte ich einfach nicht schlafen vor Aufregung und Neuem. Dafür hat mich die Müdigkeit später um so stärker erschlagen und ich hab 12 Stunden geschlafen wie ein Stein.
Am Dienstag hab ich mir mit den beiden anderen Mädels aus Ilmenau die Uni angeschaut. Sie trägt den stolzen Namen "Pontificia Universidad Católica del Perú" und hat einen wunderschönen Campus, auf dem fröhlich Rehe umherstolzieren und Eichhörnchen durch die Gegend hüpfen.:)
Gestern, am Mittwoch, haben die Einführungstage an der Católica begonnen. Wir haben u.a. unsere Matrikelnummern bekommen (die natürlich ungleich viel länger sind als die hübsch 5-stelligen in Ilmenau) und ich habe meine Compañera kennen gelernt. Dieses Compañero Programm stellt den internationalen Studierenden eine oder einen Peruanerin oder Peruaner an die Seite, die beim Einleben helfen: die Stadt erklären und zeigen, Tipps geben, etc. Meine heißt Caro und ist ein quirliges, nettes Mädchen, die mir auch gleich geholfen hat, eine peruanische SIM-Karte zu ergattern. Naja, blöd nur, dass ich keinen Ausweis dabei hatte und deswegen den Prepaid-Vertrag nicht abschließen konnte. Nun, das muss ich also noch nachholen. Außerdem brauch ich ein neues Telefon, weil das, welches mir meine liebe Mama extra vorher noch erstanden hat, nämlich in Peru nicht funktioniert (vielen Dank trotzdem!).
Heute war Teil zwei der Einführung: die Pre-Registration für die Kurse und eine Veranstaltung zum Thema Sicherheit in Peru.
Bisher hab ich mich für fünf Kurse eingeschrieben, u.a. Fotografía (dieser Kurs liegt mir besonders am Herzen, denn er besteht nicht nur aus zwei Stunden Theorie pro Woche, sondern auch aus vier Stunden Praktikum, in denen wir Schwarz-weiß-Entwicklungen machen) und Estados y Politicas en Americana Latina. Welche ich letztendlich belege, kann ich nach einer ersten "Schnupperwoche" entscheiden. Es bleibt also spannend!
Die Session zur Sicherheit in Lima war ziemlich interessant und an einigen Stellen auch sehr lustig, weil die Dame, die den Vortrag gehalten hat, sich über die eine oder andere europäische Manier lustig gemacht hat (laut in fremder Sprache durch die Gegend schreien, Wertgegenstände achtlos neben sich legen). Eine großer Teil des Vortrages befasste sich mit den Taxis. Und Taxi fahren ist hier wirklich ein Abenteuer! Ungefähr 50% der Autos auf den Straßen sind Taxis. Dabei ist es nicht so wie in Deutschland, dass man sich registrieren muss oder so. Nein, eigentlich kann jeder sein privates Auto nehmen, eine Taxi-Schild aufs Dach setzen uns los geht's! Außerdem ist es üblich, den Preis vorher auszuhandeln (wobei man offensichtlich Fremden natürlich gern einen höheren Preis veranschlagt:)).
Genau so ein Abenteuer ist übrigens das Bus fahren. Es gibt keine Zeitpläne oder so. Vielmehr stellt man sich einfach an ein Haltestellen-Schild und wartet auf den richtigen Bus. Der zeichnet sich dadurch aus, dass außen an der Seite die Route steht. Außerdem gibt es eine Art Schaffner, der diese lauthals an jeder Haltestelle anpreist. Prinzipiell kann man aber überall auf der Straße ein- oder aussteigen. Man muss nur entsprechend winken bzw. den Aussteig-Wunsch mit einem kurzem "baja" (soviel wie "ich möchte hier aussteigen") ankündigen. Die Fahrt kostet 50 Centimos bis einen Sol (ein Achtel- bis ein Viertel-Euro). Ja, das Busfahren hier ist definitiv anders als alles, was ich bisher erlebt habe!:)
Heute Abend treffe ich mich mit den Ilmenau-Mädels und einer Peruanerin namens Lucia. Sie hat ein Jahr in Ilmenau studiert und das Witzige ist, dass sie (bevor ich dort eingezogen bin) im Zimmer meines Mitbewohners gewohnt hat. Jaja, die Welt ist klein, selbst wenn man auf der anderen Seite des Kontinents ist.
Außerdem bin ich momentan auf der Suche nach einem Sprachkurs. Denn auch wenn ich fast alles verstehe, ist meine mündliche Fähigkeit doch stark eingeschränkt. Aber das wird werden! Denn immerhin bin ich dafür auch hier. Und spätestens wenn nächste Woche die Uni beginnt, werde ich sicherlich ganz schön ins kalte Wasser geworfen! Hoffen wir, dass ich schwimmen kann!:)
Alles in allem ist es hier wirklich toll! Ich staune noch in vollen Zügen und werde euch auf dem Laufenden halten.
Ach ja, bevor ich es vergesse: mit eigenen Fotos ist es bei mir ja ein bisschen schwierig. Zwar gibt es auch hier durchaus die Möglichkeit, analoge Filme entwickeln zu lassen. Aber eh das passiert ist, ich die eingescannt und hochgeladen haben, verweise ich euch erst einmal auf Patricias Blog. Sie ist eine der anderen aus Ilmenau und ihre Bilder vermitteln euch sicherlich einen guten visuellen Eindruck der hektischen, chaotischen, faszinierenden Hauptstadt Perus!
Muchos saludos,
Karo
Abonnieren
Posts (Atom)