Buenos días!
Zwar
hab ich in meiner universitären Laufbahn schon ein paar Interviews und
Inhaltsanalysen durchgeführt, aber noch nie ein ganzes Forschungsprojekt
realisiert. Mein wunderbarer, wenn auch anstrengender, Kurs diagnóstico hat mir diese Möglichkeit eröffnet.
Letzten
Dienstag bin ich mit zwei chicas
meiner Gruppe nach Huaraz gefahren; die anderen drei folgten am nächsten Tag. Am
Mittwochmorgen kamen wir an und fuhren mit einem colectivo nach Maracará, ein kleines Dörfchen, eingebettet zwischen
der Cordillera Negra und der Cordillera Blanca. Dort befindet sich die NGO
Urpichallay. Sie hat verschiedene Projekte, u.a. ein regionales Radio, das viel mit den comunidades, in denen die Menschen
überwiegend Subsistenzwirtschaft betreiben, interagiert, und in ein paar
Monaten eröffnet sie eine Schule für Kellner und Köche.
Und eben diese Schule steht im Zentrum unserer
Untersuchung. Hauptuntersuchungspunkt ist dabei alles, was mit Kommunikation in
Zusammenhang steht: die interne Kommunikation im Projekt und nach außen mit den
relevanten Akteuren, die Identifikation dieser Akteure und ihrer Bedürfnisse,
die Medienberichterstattung in der der Region.
In
drei Tagen haben wir Beobachtungen in der NGO und auf öffentlichen Plätzen
durchgeführt; Umfragebögen in der örtlichen Schule verteilt; die Jugendlichen,
die an der Schule für Kellner interessiert sind, und ihre Eltern interviewt; die
Besitzer von Restaurants und Vertreter der regionalen Behörde befragt; die
schriftliche Presse analysiert; die Mitglieder der NGO befragt und deren
Antworten mit Video aufgenommen um eine kleine Doku daraus zu machen; das
Radioprogramm untersucht.
Am
vierten Tag sind wir zu einer Laguna gefahren und haben ein Dörfchen besucht,
das 1970 Opfer eines schweren Erdbebens wurde, welches eine Steinlawine
auslöste, die den Großteil dem Erdboden gleich gemacht hat. (Kleine Anekdote
hier am Rande: es wurde tatsächlich DVDs mit Originalaufnahmen des Erbebens
verkauft … skurril!)
Das war ein sehr schöner Abschluss dieser schönen Tage.
Das war ein sehr schöner Abschluss dieser schönen Tage.
Zum
ersten Mal wollte ich am Ende einer Reise nicht nach Lima zurück. Ich hab mich
einfach so wohl gefühlt. Verstärkt wurde das zudem durch unsere super urige hospedaje in einem alten
herrschaftlichen Haus mit wunderschönem Garten.
Aber
nun bin ich doch ganz froh, wieder hier zu sein. Wie immer.
Jetzt müssen wir anfangen, alles auszuwerten und daraus eine Kommunikationsstratgie
zu entwickeln. Da kommt also noch eine Menge auf uns zu. :)
Lasst
es euch gut gehen auf der anderen Seite des Atlantiks!
Un
beso
Karo